Donnerstag, 15. Juni 2017

Freude schenken

So viele Projekte warten noch darauf fotografiert zu werden, um sie euch hier zu zeigen. Das Festhalten ist oft das Aufwendigste für mich, dabei ist mir das besonders wichtig. Ich mag es meine genähten Stücke ein wenig zu festzuhalten und zu dokumentieren. Das ist und war auch der Grund, warum ich mich entschieden habe, über meine Näherei zu bloggen: ich möchte meine Freude übers Nähen und die dabei entstanden Stücke teilen und festhalten, um auch noch ein paar Jahre später noch einmal durchzublättern. Dabei feststellen können, was sich in meinem Nähen verändert hat, was ich dazu gelernt habe und an welchen Punkten ich mich weiterentwickelt oder schlichtweg dazu gelernt habe. Wann immer mir jemand sagt, er könnte niemals etwas Schönes an der Nähmaschine zustande bringen, erwidere ich, dass es keinen Hexenwerk ist, schließlich ist es keine hohe Kunst. Und doch merke ich, wenn ich durch alte Blogpost stöbere, wie viel das Nähen mit ausprobieren und Routine zu tun hat. Üben, üben, üben und dazulernen. Sicher habe ich mittlerweile mehr Erfahrung, wie welcher Stoff verarbeitet werden will, wie Stoff und Schnitt harmonieren und worauf ich achten muss. Dennoch fühle ich mich ganz und gar nicht als Nähprofi, sondern bin jedes Mal aufgeregt, wenn ich etwas für jemand anderen nähe. In der Hoffnung, dass es ihm oder ihr auch gefällt. Anerkennung und Lob ist mir dann manchmal ein bisschen unangenehm. Denn für mich ist das Nähen Hobby und kein Hexenwerk. Ich setze mich halt an die Maschine, schneide zu, stecke zusammen und nähe. Ich tue das, was mir Spaß macht und freue mich sehr, wenn ich dadurch jemandem eine Freude machen kann. 


Ich glaube und hoffe, dass mir dies auch mit diesem Hoodie gelungen ist. Genäht habe ich eine Martha von Milchmonster, die unheimlich wandlungsfähig ist. Ich habe mich diesmal für die Variante mit Schalkragen, ohne Raffung an Brust und Bündchen entschieden. Schlicht aber dank der Unterteilung und dem wunderbar weichen Steppsweat von der Glücksmarie etwas Besonderes. Am Ende gefiel mir der Hoodie so gut, dass ich ihn am liebsten selbst behalten hätte. Da ich aber eine Größe 36 genäht habe, habe ich ihn lieber verschenkt und mir für den Herbst eine Variante in meiner Größe vorgenommen. Denn irgendwie ist es doch auch so, dass geschenkte Freude doppelte Freude ist, oder? 


Eure Anni

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